Stadtgemeinde Vöcklabruck

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energie-sparenBürgermeister Mag. Herbert Brunsteiner: „Global denken, lokal handeln. Diesen Leitspruch werde ich in Vöcklabruck in den nächsten Jahren verstärkt umsetzen, wenn es darum geht, Energie einzusparen.“

 

Klima- und Energieregion Vöckla-Ager gegründet

17 Gemeinden der Region Vöckla-Ager haben sich zur Klima- und Energieregion Vöckla-Ager zusammengeschlossen. Ziel dieser engagierten Gruppe ist es, bis zum Jahr 2030 energieautark zu werden und bis dahin auf 100 Prozent erneuerbarer Energie umzusteigen.  Mit energieeffizienten Maßnahmen und den nachhaltigen Energieträgern Sonne, Biomasse, Kleinwasserkraft, Geothermie und Wind sollen alle Gemeinden ihren Strom-, Wärme- und Treibstoffverbrauch decken können. Als Energiemanager wurde Dipl. Ing. Wolfgang Schoberleitner im Technologiezentrum Attnang-Puchheim angestellt.

 

Interessante Ergebnisse bei Erhebungen über Energieverbrauch

Bereits durchgeführte Erhebungen über den Energieverbrauch in allen Gemeinden brachten folgende jährliche Mittelwerte je Haushalt:

 

Stromverbrauch

Österreich                              4 111 kWh

Region Vöckla-Ager             4 234 kWh

Stadtgemeinde                      3 346 kWh

 

Heizenergieverbrauch

Österreich                              17 755 kWh

Region Vöckla-Ager             22 375 kWh

Stadtgemeinde                      17 114 kWh

 

Treibstoffverbrauch

Österreich                              1 173 l

Region Vöckla-Ager             1 246 l

Stadtgemeinde                      1 017 l

 

Energiekennzahl

Österreich                               176 kWh/m²

Region Vöckla-Ager             166 kWh/m²

Stadtgemeinde                      146 kWh/m²

 

Nicht enthalten sind in diesen Auswertungen die Gewerbebetriebe.

 

Was heißt es nun für die Stadt Vöcklabruck, energieautark zu sein?

Das Kraftwerk der Energie AG steht in Timelkam und wird sowohl der Region als auch der Stadt Vöcklabruck in den nächsten 20 Jahren die Möglichkeit bieten, aus diesem Kraftwerk Energie zu beziehen. Das Kraftwerk Timelkam wird mit 51% Biomasse, 32% hocheffizienter Kraftwärmekopplung (GUD) und 17% Gas betrieben und ist derzeit eines der größten Biomassekraftwerke in Österreich. Das Kraftwerk Timelkam versorgt unsere Stadt seit den 90er Jahren mit Fernwärme. Derzeit beträgt der Energieträgeranteil der Fernwärme für Beheizung und Warmwasser 65%.

In der Stadt Vöcklabruck werden Heizungs- und Warmwasser nur mehr in einer Größenordnung von 13% mit fossilem Brennstoff aufbereitet. Ölfeuerungsanlagen wurden in den letzten zwei Jahrzehnten kaum mehr in Betrieb genommen. Hauseigentümer, welche nicht mit Fernwärme versorgt werden, gehen heute schon den Weg der erneuerbaren Energie (Biomasse, Solar, Photovoltaik, Wärmepumpe).

 

In welche Richtung sind die zukunftsorientierten Weichenstellungen der jüngeren Vergangenheit voranzutreiben?

Weil Energie teurer wird, werden bis ins Jahr 2030 folgende Ziele vorrangig sein:

 

Verkehrsemissionsreduzierung

Energieverbrauchssenkung generell

Einsparung bei der Raumwärmeversorgung

 

 

Energiekonzept im Jahr 2011

Im nächsten Jahr soll ein Energiekonzept erstellt und eine Energiesparoffensive gestartet werden. Als Klimaschutzgemeinde wird sich die Stadt Vöcklabruck aktiv an der CO² Reduktion und Energieeinsparung beteiligen und hierfür die politischen Weichen stellen.

 

Energiesachbearbeiter bereits vor einem Jahr eingesetzt

Vorausschauend wurde schon vor einem Jahr ein Energiesachbearbeiter eingesetzt. Energieüberwachung, Energie-buchhaltung und Energiecontrolling für die Gemeindeobjekte gibt es bereits ein Jahr. Auffällige Energieverbrauchsabweichungen können sofort erkannt werden. Rasches Handeln führt zur gewünschten Energieeinsparung.

 

Energieeinsparung durch Bewusstseinsbildung

10-15% Energieeinsparung sind alleine durch Bewusstseinsbildung und Verhaltensänderungen möglich (z.B. Abstellen von Beleuchtungen in Räumen, in denen sich keiner aufhält, Vermeidung von geöffneten Fenstern bei gleichzeitigem Heizkörperbetrieb, Sparmaßnahmen im Bereich der öffentlichen Straßenbeleuchtung, etc.). Neben dem Engagement und der Kompetenz des Energiemanagers braucht es hier intensive Informationsarbeit, um bei der Beamtenschaft, den Lehrern und Schuldirektoren, Schulwarten, Kindergartenpädagoginnen etc. das nötige Bewusstsein zu forcieren.

 

Stadt muss als Vorbild vorangehen

 Selbstverständlich muss die Stadtgemeinde auch die eigenen Objekte energetisch verbessern. Als erster Schritt sind 2011 Mittel für die energetische Sanierung der Polytechnischen Schule und des Pestalozzikindergartens gesichert. Die Fachhochschule Wels führt im nächsten Jahr eine energetische Untersuchung der REVA-Halle durch. Ziel dieser Studie ist es, Synergien mit dem Delta-Sportpark und dem Stadion etwa aus der Eiserzeugung zu erreichen.

Im Altbaubestand gibt es ein sehr großes Potenzial zur energetischen Verbesserung. Bei Sanierungen ist neben der Fernwärme jedenfalls auch der Einsatz erneuerbarer Energieträger voranzutreiben. Bei Neubauten in Vöcklabruck sollte das Passivhaus (10 kWh/m²/a) oder zumindest das Niedrigstenergiehaus (30 kWh/m²/a) zum Standard werden.

Bürgermeister Mag. Herbert Brunsteiner: „Wir stecken uns sehr ambitionierte Ziele. Mit all diesen Maßnahmen wird es aber gelingen, in den nächsten 10 bis 20 Jahren die durchschnittliche Energiekennzahl der Haushalte von derzeit 146 kWh/m²/a deutlich zu senken.“

 

Aktion Gebäude-Thermographie

In einer ersten Phase dieser Aktion, bei der Hauseigentümer ihr Haus auf thermische Schwachstellen überprüfen lassen können, werden in der Energieregion Vöckla-Ager 100 Thermographien zur Verfügung gestellt. Etwa 20 davon kann Vöcklabruck konsumieren. Die Kosten dafür betragen abzüglich diverser Förderungen € 120,-. Wer bei Eternit ein Dach oder eine Fassade mit einer Mindestgröße von 150 m² bis Ende 2011 kauft, bekommt auch diesen Betrag ersetzt.

 

Individualverkehr: Umdenken notwendig

Im Bereich des Verkehrs ist der Ausbau der Verkehrsnetze für den Fußgänger- und Radfahrverkehr voranzutreiben und das öffentliche Verkehrsmittel Stadtbus weiter zu forcieren. Der Anteil der Elektromobilität soll möglichst weitgehend erhöht werden.

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