Stadtgemeinde Vöcklabruck

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Vogelgrippe/Geflügelpest

Vogelgrippe 2016

Die Vogelgrippe - auch Geflügelpest genannt - ist unter Vögeln hoch ansteckend, besonders betroffen sind Puten und Hühner, während laut Experten z.B. Tauben und Wellensittiche für das Virus eher gering empfänglich seien. Die Viren werden im Kot der Vögel ausgeschieden. Auch Schweine können infiziert werden und somit bei der Entstehung eines neuen Pandemie-Virus unter Umständen eine entscheidende Rolle spielen. Eine Übertragung auf den Menschen ist insbesondere dann möglich, wenn ein sehr enger Kontakt mit infizierten Vögeln besteht, wie dies beispielsweise bei Massentierhaltungen - ohne die Beachtung entsprechender Vorsichtsmaßnahmen - der Fall ist. Verursacher der derzeit grassierenden Vogelgrippe ist der Virentyp H5N1, welcher 1997 in Hongkong erstmals nachweislich auf den Menschen übertragen wurde.

Von Anfang 2003 bis Dezember 2007 sind insgesamt 338 Erkrankungsfälle beim Menschen (davon 208 Todesfälle) -vorwiegend in Südostasien - aufgetreten. Ein Gefahrenpotential sind in den betroffenen Ländern vorwiegend Hühnerfarmen und Geflügelmärkte. Die Viren können entweder durch direkten Kontakt mit infiziertem Hühnerkot (mangelnde Händehygiene) oder durch das Einatmen von infiziertem getrockneten Kot/Staub übertragen werden. Beim Schlachten und Rupfen von Hühnern ist also besondere Vorsicht geboten. Ebenso kommen unzureichend erhitztes infiziertes Geflügelfleisch oder rohe Eier als Infektionsquellen in Frage. Da das Virus nicht hitzebeständig ist - die Viren werden bei 70 °C abgetötet - stellen gebratenes oder gekochtes Hühner-/Putenfleisch bzw. gekochte Eier keine Gefahr dar. Im übrigen hat die EU bereits Importverbote für Geflügel aus sämtlichen von der Vogelgrippe betroffenen Ländern verhängt.

Wie schützen Sie sich bei Reisen gegen Vogelgrippe?

  • Bei Reisen in aktuell betroffene Länder auf Besuche von Tier- und Geflügelmärkten verzichten
  • Direkten Kontakt mit Geflügel, Pferden und Schweinen in betroffenen Ländern vermeiden
  • Sollten Sie dennoch einen Tier-/Geflügelmarkt besuchen, unbedingt Schutzmasken tragen (erhältlich in jeder Apotheke) und anschließend gründliche Händehygiene mit Seife oder Desinfektionsmittel durchführen.
  • Im Einzelfall kann es hilfreich sein, vor der Abreise in ein betroffenes Land Rücksprache mit einem Arzt zu halten und vorsorglich ein Medikament aus der Stoffklasse der Neuraminidasehemmer mitzunehmen. Ein Neuraminidasehemmer kann den Krankheitsverlauf bei rechtzeitiger Einnahme, das heißt innherhalb von 48 Stunden nach dem Auftreten der ersten Krankheitssymptome, mildern und abkürzen. Im Falle einer Reiseprophylaxe werden die Kosten für das Medikament von der Krankenkasse nicht bezahlt und sind daher selbst zu tragen.
  • Das Mitbringen von Vogelprodukten (einschließlich Federn) aus betroffenen Ländern in die EU ist verboten.

Amt der Oö. Landesregierung
Direktion Soziales und Gesundheit
Abteilung Gesundheit