Achtung Wildwechsel!

Ein Reh mit Geweihen in freier Wildbahn

Von Mitte Juli bis Mitte August steht für die heimischen Rehe alles im Zeichen der Liebe. In dieser Zeit beginnt die Rehbrunft – eine der spannendsten Phasen im Naturjahr. Wer jetzt kreisförmige Spuren in Wiesen entdeckt oder Rehe durch Wald und Feld jagen sieht, kann mit etwas Glück dieses besondere Naturschauspiel beobachten.

Dabei entsteht oft der Eindruck, dass der Rehbock die Geiß verfolgt. Tatsächlich ist es jedoch umgekehrt: Die Geiß bestimmt das Geschehen und signalisiert dem Bock, wann sie paarungsbereit ist. Während des Paarungsrituals laufen die Tiere häufig enge Kreise oder Achterschleifen. So entstehen die charakteristischen ringförmigen Spuren in Wiesen und Feldern, die als „Hexenringe“ bekannt sind.

„Auf den ersten Blick scheint es zwar, dass die Böcke die Geißen hetzen. Beobachtet man das Verhalten genauer, erkennt man, dass die Geißen die Böcke führen und den Ablauf der Brunft bestimmen“, erklärt Mag. Christopher Böck, Wildbiologe und Geschäftsführer des OÖ Landesjagdverbandes.

Vorsicht auf den Straßen

Während der Brunft sind Rehböcke ganz auf die Partnersuche konzentriert. Dadurch steigt auch die Gefahr von Wildunfällen. Die Tiere queren Straßen häufig unvermittelt und nehmen Fahrzeuge im Liebesrausch oft kaum wahr.

Die Stadt Vöcklabruck appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer:innen, insbesondere in Waldnähe und in den Morgen- und Abendstunden besonders aufmerksam zu fahren und die Geschwindigkeit den Gegebenheiten anzupassen. So können Mensch und Tier besser geschützt werden.

15.07.2026 10:00