Stadtgemeinde Vöcklabruck

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Brunsteiner_Obmann_RegionalmanagementObmannwechsel nach drei Jahren

Vöcklabruck/Gmunden. Eine erfolgreiche Bilanz über seine Obmannschaft beim Regionalmanagement Vöcklabruck-Gmunden zieht der scheidende Obmann Bgm. Mag. Herbert Brunsteiner. Am 24. November übergibt er sein Amt offiziell an seinen Nachfolger Bgm. Heinz Köppl. Damit lenkt nach drei Jahren turnusmäßig wieder ein Bürgermeister aus dem Bezirk Gmunden die Geschicke der Regionalentwicklung in der Region.

 

Im März 2008 übernahm Herbert Brunsteiner das Amt des Obmanns beim Regionalmanagement von LAbg. Anton Hüttmayr in einer äußerst schwierigen Situation. Nach politischen Differenzen bei der Zusammenlegung der beiden Regionalmanagements der Bezirke Gmunden und Vöcklabruck zu einem bezirksübergreifenden Regionalmanagement kehrten sämtliche SP-Gemeinden der neuen Institution den Rücken. Die politischen Wogen nach der Zusammenlegung konnte Brunsteiner zum Großteil glätten. Am deutlichsten sichtbar wurde dies durch die Zusammenlegung der beiden Geschäftsstellen auf einen gemeinsamen Bürostandort in Gmunden im März dieses Jahres. Auf seiner Habenseite steht also auch, das Regionalmanagement aus der politischen Schusslinie genommen zu haben. „Die Gemeinde Roitham war als erste SP-Gemeinde wieder von der Sinnhaftigkeit der Mitarbeit bei der Regionalentwicklung überzeugt und wurde wieder Mitglied im Regionalverein“, freut sich Brunsteiner über ein bereits deutlich entspannteres Verhältnis zu den Sozialdemokraten.

 

1,5 Millionen Euro Fördermittel für die Region

Waren 2007 noch zwei Regionalmanager beschäftigt, sind seit letztem Jahr alle vier Fachbereiche (Kommunales & Wirtschaft, Arbeit, Bildung & Soziales, Nachhaltigkeit & Umwelt, Ländliche Entwicklung) besetzt. Aber auch die inhaltliche Arbeit wurde auf neue Beine gestellt. Die Kernaufgabe des Regionalmanagements liegt nach wie vor in der Beratung seiner Mitglieder. Im Jahr 2009 wurden bislang 134 Beratungen zu unterschiedlichsten Förderfragen, Projektideen oder strategischen Planungen durchgeführt. 72 Veranstaltungen und Workshops zu den verschiedensten Themen wurden abgehalten. Das Regionalmanagement war aber auch selbst als Initiator und Begleiter von Projekten tätig. Insgesamt 16 Projekte wurden 2009 von den Regionalmanagern initiiert, begleitet und selbst umgesetzt. 2008 waren es 19. Auch die Tatsache, dass 2009 über 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln für die Region lukriert werden konnten, beweist die Bedeutung des Regionalmanagements für eine wirtschaftlich erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung der Region Vöcklabruck-Gmunden.

 

Neue Themen für die Region Vöcklabruck Gmunden

„Neben Beratungsleistungen und Information ist es auch eine wesentliche Aufgabe des Regionalmanagements, aktuelle Entwicklungen zu thematisieren, Zukunftsthemen aufzugreifen und Lösungsansätze anzubieten um die Region fit für künftige Herausforderungen zu machen“, so Martin Hollinetz, Geschäftsstellenleiter des Regionalmanagement Vöcklabruck-Gmunden. Ein gelungenes Beispiel dafür ist das Projekt „QR-Region Salzkammergut“, mit dem versucht wird, sich einen regionalen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, in dem man technologische Trends schon vor dem Durchbruch aufgreift und so einen Wettbewerbsvorteil hat. Schwerpunktthemen des Regionalmanagements sind unter anderem:

 

  • Innovationskraft für die Zukunft

Mit Projekten wie KET (Kinder erleben Technik) und OTELO (Offenes Technologielabor) setzt das Regionalmanagement Vöcklabruck-Gmunden einen bisher in ganz Österreich einmaligen Schwerpunkt und ein kreatives Zeichen für eine technologie- und innovationsorientierte Zukunft. Dabei soll dem drohenden Facharbeitermangel schon im Kindergartenalter entgegengewirkt werden bzw. Jugendlichen ein Platz zum selbstständigen Forschen und Tüfteln abseits des regulierten Schulalltags gegeben werden. Das Projekt KET findet nicht nur in der Region Vöcklabruck-Gmunden großen Anklang, sondern zieht auch bereits das Interesse anderer Bundesländer auf sich.

 

  • Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung stärker in der Regionalentwicklung positionieren

Mit dem neuen Fachbereich „Nachhaltigkeit und Umwelt“ wird auch aktuellen Zukunftsthemen wie Bürgerbeteiligung, nachhaltige Lebensstile oder Klimaschutz mehr Platz gegeben. Projekte wie der Naturpark Attersee-Traunsee, sechs neue Agenda-21-Gemeinden oder auch umfangreiche Förderanträge zum Thema nachhaltiges Bauen im Rahmen des Offenen Kunst- und Kulturhauses Vöcklabruck zeugen von einem wachsenden Bewusstsein in Sachen nachhaltige Regionalentwicklung.

 

  • Nahversorgung stärken

Seit 2008 wird auch die Nahversorgungsförderung des Landes OÖ über das Regionalmanagement abgewickelt. Die Region Vöcklabruck-Gmunden ist in Oberösterreich neben dem Mühlviertel dabei der Spitzenreiter beim Lukrieren von Fördermitteln. 36 Förderanträge mit einem genehmigten Fördervolumen von 298.000 Euro wurden allein 2009 bereits mit Hilfe des Regionalmanagements bearbeitet und eingereicht.

 

  • Jugend und Demokratie

Die Jugend mit an Bord zu holen und sie auf lokaler und regionaler Ebene an Entscheidungen zu beteiligen und zur Mitarbeit zu gewinnen, ist ebenso ein Anliegen des Regionalmanagements. Warum sollte ich mich überhaupt beteiligen? Was habe ich davon, wenn ich wählen gehe? Welche anderen Möglichkeiten habe ich, mich einzubringen – z.B. in meiner Gemeinde, im Land OÖ, im Bund und in der EU? Ziel der Aktivitäten im Rahmen dieses Schwerpunkts ist es, diese und andere Fragen zu beantworten und den Jugendlichen vermehrt Möglichkeiten zu geben, sich aktiv zu beteiligen.

 

Regionale Solidarität ist gefordert

Um weiterhin einen Rahmen und die nötige Infrastruktur für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Projekte in unserer Region sicher zu stellen, wird es wesentlich sein, auch die SPÖ-Gemeinden wieder ins gemeinsame Boot zu holen. „In schwierigen Zeiten ist Solidarität und das Miteinander noch wichtiger als dann, wenn alles gut läuft“, lautet Brunsteiners Appell an eine zukünftige, gemeinsame Regionalentwicklung, bei der Parteipolitik außen vor gelassen wird. Eine wichtige Aufgabe für Nachfolger Köppl sieht er außerdem auch in einer Verbesserung der finanziellen Basis für die Regionalentwicklung, um mehr Spielraum bei regionalen Projekten zu haben. Derzeit würden auch einige Möglichkeiten und Alternativen für regionale Finanzierungsmodelle wie Regionalfonds oder Bürgerstiftungen geprüft.

 

Auf Projektebene wäre es wünschenswert, dass das Vorzeigeprojekt „KET - Kinder erleben Technik“ auf ganz Oberösterreich ausgeweitet wird und dass die „Offenen Technologielabore“ (OTELO) für Jugendliche in den nächsten Monaten umgesetzt und eröffnet werden. Auch im Bereich der QR-Codes sieht Brunsteiner die große Chance, ein Zukunftsthema für die Entwicklung der Region zu nutzen. Das Regionalmanagement ist ein regionales Dienstleistungsunternehmen mit hoher Beratungs- und Informationskompetenz in Förderangelegenheiten und im Projekt- und Prozessmanagement „Alle Gemeinden, Unternehmen und Menschen mit ihren guten und zukunftsfähigen Ideen sind eingeladen, dieses Angebot zu nutzen und damit die Region Vöcklabruck-Gmunden ein Stück lebenswerter zu machen“, so Brunsteiner.

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